https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1a/Hau._Interiors_of_the_New_Hermitage._The_Study_of_Italian_Art._1860._1.jpg

Die Petersburger Hängung oder Salon-Hängung

Ich werde immer wieder gefragt, WIE man Bilder richtig aufhängt, die ästhetische und designerische Grundregel wird gesucht.

Diese Regel gibt es nicht.

Bilder aufzuhängen, unterliegt den unterschiedlichsten und vor allem nie gleichen [Parametern. Die Raumgröße und -form spielen eine Rolle, genau wie natürlich das/die Bild/er selbst in Art, Größe und Beschaffenheit, obendrein auch der Grund der Hängung usw.

Fangen wir mit der natürlichsten Form der Bildaufhängung an – mit der Petersburger Hängung. Die Petersburger Hängung bezeichnet eine organisch wachsende/gewachsene Wandgestaltung. Bilder hängen unabhängig von ihren Formaten, Sujets, Macharten, Epochen … dicht an dicht nebeneinander. Da, wo noch eins hinpasst, wird eins hingehängt. So wächst die Wandgestaltung natürlich vor sich hin, bis unter die Decke oder eben auch ziemlich weit nach unten.

Eduard Hau 1807 – 1888, Study of Italian Art. Ansicht des namensgebenden Raumes der Petersburger Erminitage.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1a/Hau._Interiors_of_the_New_Hermitage._The_Study_of_Italian_Art._1860._1.jpg

Heute wird die Petersburger Hängung noch sehr viel breiter gefächert interpretiert – alles ist möglich und erlaubt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Salonh%C3%A4ngung

Generell ist natürlich immer das am „richtigsten“, was subjektiv gefällt!