Echte Edelmetalloberflächen

Die Metallisierung von Oberflächen mit Blattmetall, also Schlagmetallen, aus Edelmetallen ist Handarbeit allerhöchsten, meisterlichen Anspruchs − vom Vergoldermeister durchgeführt. Das Handwerk an sich, der Lehrberuf, heißt „Vergolder“ − natürlich verarbeitet er alle Metalle, die in Blattform, in gehämmerter, hauchdünner Qualität erhältlich sind:

Sogenanntes Ewig-Gold, also reines Gold, mit 24 Karat, Rosenoble Gold mit 23 Karat, Dukatengold mit 23−23 ½ Karat, Orangegold mit 22 Karat, Zitrongold mit 18 Karat und Grüngold mit 18 Karat.

Geläufiger sind die Bezeichnungen Weißgold, Gelbgold, Roségold, Grüngold, Kathedralgold… und natürlich finden auch andere Edelmetalle ihren Weg durch die Vergolderhand auf den Bilderrahmen − Platin, Silber, Palladium, aber natürlich auch „unechte“ Schlagmetalle wie Blattaluminium, diverse Kupfer-Zinnlegierungen, Kupfer, Stanniol.

Die Veredelung durch Vergoldung ist eine schon in der Antike gebräuchliche und hochgeschätzte Kunst − wie kann man seine Ehrerbietung, seine Hochachtung und Anerkennung mehr demonstrieren als durch die Einrahmung oder Schmückung mit Edelmetall? Eine Einrahmung mit einer Echtgoldleiste ist eine Hommage an das gerahmte Kunstwerk.

Abgesehen davon übt der Zauber von Edelmetall eine ganz besondere Wirkung auf den Betrachter aus − auch ohne das Wissen um die Karatzahl, um die Wertigkeit der Oberfläche wird der Betrachter von einer Edelmetalloberfläche meistens mehr angezogen, mehr fasziniert als von einer auch gut gemachten, nicht echten Oberfläche.

Eine Edelmetall-Vergoldung passiert meistens auf einem farbigen Untergrund, dem Poliment, in das das Blattmetall eingelegt wird. Es hat Einfluss auf das spätere Erscheinungsbild des Bilderrahmens. Der Gold-/Metallton kann massiv beeinflusst werden durch die jeweilige Wahl des Poliments.

Zur Startseite