Allerletze Chance – Florenz und seine Rahmen

Die Alte Pinakothek ist immer einen Besuch wert (eigentlich meine Lieblings-Pinakothek), aber im Moment ganz besonders, wegen der fantastischen „Florenz und seine Maler“-Ausstellung.

Spät, aber für den ein oder anderen evtl. noch machbar – die Ausstellung läuft noch bis zum 03.02.2019 also bis morgen – ich selbst war gerade eben erst dort, hier also meine Empfehlung, diese Ausstellung unbedingt noch anzuschauen. Die Ausstellung überzeugt durch ihr schönes Konzept, die Entstehung der Ausstellungskonzeption, quasi das „Making of“, und den Prozess zu den aktuell sichtbaren Bildoberflächen – also den Restaurierungsprozess − mit zu thematisieren. Sehr gelungen.

Aber natürlich liegt mir hier auch der Aspekt der gezeigten Rahmen am Herzen:

Eine großartige Vielfalt originaler Renaissance-Bilderrahmen wird gezeigt.

Ein Bilderrahmen ist nicht nur zum Schutz des Bildes gedacht oder wird als Wandmontagehilfe gebraucht – er wird architektonischer, Halt gebender Bildbestandteil. Häufig simuliert ein Renaissance-Bilderrahmen einen fensterartigen Ausblick. Es werden Säulen, Sockel, Rund- und Spitzbögen, Zierelemente wie Eier-, Wellen-, Zahnfriese und vieles andere geschnitzt, bemalt und vergoldet. Also ist in den meisten Fällen der Rahmen nicht rundum laufend gleich. Eigentlich sind schon diese Bilderrahmen Kunstwerke für sich und den Besuch der Ausstellung doppelt wert.



Filippino Lippi: „Bildnis eines jungen Mannes“

Hier ein Mini-Einblick – das Ausstellungsleitmotiv von Filippino Lippi: „Bildnis eines jungen Mannes“, ein rein ornamental verzierter Rahmen, ein bisschen wie ein Echo des gemalten Rahmens im Bild – der junge Mann steht vor einem Fenster.

Viel Spaß! Der Besuch lohnt sich!